Tryptophan

Eine umfassende Metaanalyse findet bei Depression positive Effekte für S-Adenosyl- Methionin (Dosierungen 800-1600mg/Tag), Folsäure (0.5-10mg/Tag), Folsäure plus Vitamin B12 plus Vitamin B6, Methylfolat (15-30mg/Tag), Vitamin B12 (1000µg s.c./Tag), Omega-3-Fettsäuren (1-4.4g/Tag), Tryptophan (4-18g/Tag bzw. 0.1g/kgKG/Tag), Zink (25mg/Tag), Vitamin C (1g/Tag), Vitamin D (1500 IE/Tag), Aminosäuren-Mischungen, Kreatin (5g/Tag).

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27113121/

Beim Chronic Fatigue Syndrom bestehen häufige Aminosäuremängel, vor allem Phenylalanin und Tryptophan, es kommt zu einer Besserung unter Supplementation; Nebenwirkungen sind rein gastrointestinal.

http://www.nordiclabs.com/ProductPDF/Amino-Acids_Chronic_Fatigue_1076.pdf

Beim CRPS finden sich erhöhte Werte an Asparaginsäure, Glutaminsäure, Ornithin, vermindertes Tryptophan und Arginin im Plasma. Es besteht eine Korrelation zwischen Schmerzstärke und Glutaminsäure im Plasma.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24303215/

Es kommt zu verstärktem Binge-Eating unter Tryptophan-Depletion bei Patientinnen mit Bulimie, die SSRI einnehmen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19721848/

In einer metabolomischen Untersuchung bestehen bei der Fibromyalgie deutliche Abweichungen insbesondere im Stoffwechsel von Vitamin B5 und Tryptophan.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32677448/

Eine akute Tryptophan-Depletion bei Patientinnen mit Anorexia nervosa führt zu einer Abnahme der Angst. Die Autoren bringen vor, dass die Nahrungsrestriktion einen Mechanismus zur Angstreduktion darstellt.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12655621/

Bei 15 Frauen mit wiederholter schwerer Depression führt eine akute Nichtzufuhr von Tryptophan während einer nichtdepressiven Phase zu einem vorübergehenden Auftreten von depressiven Symptomen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9093253/

Notwendige Cofaktoren für die Synthese von Serotonin und Melatonin aus Tryptophan sind Folsäure (methyliert), Calcium, Vitamin B3, Zink, Magnesium, Vitamin B6 als Pyridoxalphosphat und Vitamin C, für die Umwandlung in Melatonin zusätzlich Eisen und S-Adenosyl- Methionin.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/B9780123969880000143

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