Hashimoto-Thyreoiditis

(725) Die Supplementation mit Selenomethionin (200µg/Tag) bei gleichzeitiger Gabe von L-Thyroxin (titriert) bei Patientinnen mit Hashimoto-Thyreoiditis senkt deutlich zahlreiche inflammatorische Marker (u.a. Interleukin-1beta und Interleukin-6), TSH, fT3 und fT4 steigen. Der Effekt bei alleiniger Selenomethionin-Gabe ist dabei schwächer, aber immer noch signifikant gegenüber Placebo.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21508145/

(726) Selenomethionin (200µg/Tag) reduziert die Ausbildung einer manifesten Hypothyreose bei schwangeren Frauen mit positiven TPO-Antikörpern von circa 50 auf 30%, bei TPO-negativen von circa 20 auf 10%. Die TPO-Antikörper bleiben auf deutlich niedrigerem Niveau mit Selenomethionin. Der Selen-Serumspiegel steigt von 80 auf 110µg/L und bleibt auf diesem Niveau stabil.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17284630/

(727) Bei der Hashimoto-Thyreoiditis kommt es zur Bildung von durch Sauerstoff und Malondialdehyd modifizierten Neoepitopen. Die Antikörper der Patienten sind zu diesen modifizierten Proteinen wesentlich reaktiver als gegen die nativen Proteine.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28431875/

(728) Bei der Hashimoto-Thyreoiditis finden sich vermehrt mitochondriale DNA-Schäden.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34917541/

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